SoLaWi „Permaglück“ auf der Bannmühle

Am Ende unserer Pilgerreise haben wir die SoLaWi „Permaglück“ in Odernheim am Glan besucht.

Diese befindet sich auf dem Gelände des Biolandhofs Bannmühle, dort wird hauptsächlich Saft produziert und Erhaltungszucht von Glanrindern (eine regionale Rasse) betrieben.

Permaglück, das sind Kerstin und Marcel, die dort 2018 auf angefangen haben, Gemüse zu produzieren und über eine SoLaWi zu vertreiben.

Unter dem Begriff „SoLaWi“ versteht man eine besondere Art Landwirtschaft, nämlich die sogenannte „Solidarische Landwirtschaft„. Das funktioniert so, dass man für mindestens 1 Jahr lang Mitglied eines Betriebs wird und dafür wöchentlich eine Gemüsekiste bekommt. Man wird eine „Erntegemeinschaft„.

Das hat Vorteile für beide Seiten, Erzeuger und Verbraucher. Der Betrieb hat finanzielle Sicherheit und Einnahmen, mit denen er fest rechnen kann, auch wenn es mal Ernteausfälle geben sollte. Die Gemeinschaft trägt dies mit. Und sie Abnehmer wissen, wo ihr Gemüse herkommt, wer es anbaut und wie es produziert wird.

Meistens gibt es Mitmachtage, wo man selber zum Gärtner wird. Dies hilft einem, den Wert von Gemüse (noch mehr) schätzen zu lernen, wenn man sieht, wieviel Arbeit, Sorgfalt und Achtsamkeit notwendig ist. So wird Landwirtschaft für Konsumenten erfahrbar

Ökologischer Landbau ist aktiver Klimaschutz und mit einer Mitgliedschaft bei einer SoLaWi wird dieser direkt unterstützt. 

Ökologischer Landbau ist aber nicht immer das Gleiche. Es gibt natürliche deutliche Unterschiede zum konventionellen Anbau, wie z.B. der Verzicht von Pestiziden und Kunstdünger im biologischen Anbau. Dennoch kann auf großen Flächen weitgehend eine Sorte wachsen, Bio-Anbau auf großer Fläche kann dadurch auch „monotoner“ Monokulturanbau sein. 

SoLaWis sind kleinbäuerliche Betriebe. Im Fall der SoLaWi „Permaglück“ wird auf einer Größe von 1300 Quadratmetern gegärtnert. Auf dieser kleinen Fläche wachsen viele unterschiedliche Gemüsesorten, die Vielfalt ist dadurch höher als auf großen Flächen.

Die Ansätze sind dabei von der Permakultur und der regenerativen Landwirtschaft geprägt. 

Das bedeutet, dass darauf geachtet wird möglichst naturnah und ressourcenschonend zu gärtnern und Humus aufzubauen. Die Bodenbearbeitung erfolgt in dem kleinen Betrieb größtenteils von Hand oder mit kleinen Maschinen, um das Bodenleben nicht zu schädigen. 

Außerdem wird viel mit Kompost gearbeitet und darauf geachtet, dass der Boden dauerhaft bedeckt ist. 

Die beiden arbeiten wie gesagt nach der Ethik der Permakultur. Was das ist, kannst du hier nachlesen. 🙂

Hier sind einige Impressionen von unserem Besuch: 

Heute ist Abholtag für die Mitglieder
Tomaten und Paprika im Folientunnel
Gegärtnert wird zwischen Weinreben und Obstbäumen der Bannmühle

Wenn ihr mehr über Permaglück erfahren möchtet, dann könnt ihr hier auf ihrer Homepage stöbern, oder ihren tollen youtube-Kanal anschauen. 🙂

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es bei Permaglück weitergeht und hoffe, dass noch viele weitere solcher Betriebe weltweit entstehen, um die Ernährungssouveränität weiter voranzutreiben und dabei unsere Umwelt zu schützen!

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