Vegane Deocreme schnell und einfach zu Hause selber machen

Deocreme

Mittlerweile gibt es feste Deocreme in den Drogerien und Bio-Supermärkten in kleinen Tiegeln zu kaufen. Diese halten zwar recht lange, weil man immer nur eine kleine Menge benötigt, sind aber dennoch insgesamt relativ hochpreisig.

Die gute Nachricht ist, man kann sich seine eigene Deocreme schnell selber zu Hause herstellen und hat die meisten Zutaten wahrscheinlich ohnehin da. So kann man sich einen Gang zur Drogerie und ein wenig Geld sparen. Natron und Speisestärke gibt es lose im Unverpackt-Laden, Sheabutter habe ich auch dort im kleinen Glas bekommen, ihr bekommt sie wahrscheinlich auch im Reformhaus. Ätherische Öle gibt es in kleinen Glasfläschen im Bioladen oder Naturkosmetikfachgeschäft.

Ihr benötigt:

  • 2 TL Kokosöl
  • 1 TL Sheabutter
  • 1- 2 TL Natron (bei empfindlicher Haut nehme ich lieber 1 TL, dafür dann etwas mehr Speisestärke)
  • 2 TL Speisestärke
  • 4-8 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Limette)
Deocreme selber machen

Als erstes erwärmt ihr das Kokosöl im Topf, bis es flüssig ist und lasst es ein paar Minuten abkühlen. Dann gebt ihr die Sheabutter dazu und rührt das Natron, die Speisestärke und zum Schluß noch das ätherische Öl ein. 

Wenn ihr keine Sheabutter bekommt, könnt ihr sie auch weglassen, ich persönlich finde das Ergebnis mit als angenehmer und in vielen gekauften Deocremes ist Sheabutter auch oft enthalten. Sie hat pflegende und hautberuhigende Eigenschaften unter anderem durch ungesättigte Fette,  Allantoin, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe.

Natron wirkt im Deo geruchsbindend, antibakteriell und leicht basisch. Es kann auch sonst im Haushalt vielseitig verwendet werden, z.B. als Reinigungsmittel mit Essig, beim Einkochen von Marmelade aus sauren Früchten oder beim Backen als Triebmittel.

Kokosöl ist ebenfalls pflegend und wirkt auch antibakteriell und entzündungshemmend.

Speisestärke ist für die Konsistenz relevant und das ätherische Öl natürlich für den guten Duft. Wer sein Deo ganz neutral mag, kann es auch einfach weglassen.

Jetzt könnt ihr alles in ein Gefäß eurer Wahl umfüllen, ich nutze dazu einen alten Glas-Tiegel von einer gekauften Deo-Creme.

noch flüssig

Die Masse muss nur noch vollständig abkühlen und fest werden und fertig ist die selbstgemachte Deo-Creme!

Bei wärmeren Temperaturen kann die Creme ein wenig flüssig werden, dann kann man sie auch gut im Kühlschrank aufbewahren. Ein kühlendes Deo im Sommer kann ja dann auch ganz angenehm sein. 🙂

fertig!

Auch die Anwendung ist ganz einfach, ihr nehmt jeweils eine erbsengroße Menge und verreibt sie vorsichtig unter den Achseln.

Zur Verwendung von Natron möchte ich noch sagen, dass man die Menge gegebenenfalls etwas reduzieren muss, je nachdem, wie empfindlich die eigene Haut ist. Falls es durch das Deo zu Rötungen unter der Achsel kommen sollte, liegt das höchstwahrscheinlich an den basischen Eigenschaften des Natron. In diesem Fall solltet ihr das Deo für mindestens einige Tage über das Verschwinden der Rötung hinaus nicht mehr verwenden und den Rest z.B. mit Kokosöl und Speisestärke „strecken“ . Mir hat es außerdem geholfen, die Achseln mit Apfelessig (saurer pH-Wert) abzutupfen, ich hatte den Eindruck, dass die Haut sich dadurch schneller „erholt“ hat.

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